NEW YORK CITY MARATHON

2-NOV-2003




NEW YORK:

Sonnig und warm. Big Apple zeigt sich von seiner besten Seite.

 

 



MARATHONMESSE & STARTNUMMERNAUSGABE:

Startnummern gibt es nur persönlich gegen Vorlage der Registrierungskarte und des Reisepasses.
Alle erhalten neben der üblichen "Wundertüte" ein Marathon- und ein Frühstückslaufshirt.



Daniel, Claus und Michael



Claus beim Sichten der "Wundertüte"


Die Messe selbst ist relativ klein, allerdings hat z.B. Nike in Downtown eine eigene "Marathonmesse".



FREUNDSCHAFTS(FRÜHSTÜCKS-)LAUF:

Treffpunkt ist eine Wiese vor den Vereinten Nationen. Fahnen der teilnehmenden Länder wehen, einige bekannte SportlerInnen werden geehrt. Kurioses Ereignis am Rande: das RBB-Fernsehteam hat zwar die Erlaubnis erhalten, den NYC-Marathon zu filmen, darf aber nicht auf der Wiese drehen, da diese der UN gehört und damit exterritoriales Gelände ist und eine extra Erlaubnis erfordert! "Rules are Rules." Der Lauf geht ca. 6-7km durch Manhattan zum Central Park. Einige LäuferInnen sind verkleidet: Weihnachtsmann, Japanerinnen im Kimono, ein Bär.

...  

Der Lauf endet am Marathonziel, wo alle (gut organisiert und ohne Gedrängel) einen Beutel mit Frühstück erhalten. Es gibt außerdem Kaffee, Tee und Wasser. Von hinten tippt mir jemand auf die Schulter: mliermann und hosiannarunner vom Berlin-Marathon ForumTeam stehen neben mir. Klar, unter Zehntausenden von LäuferInnen trifft man sich eben :-) .



PASTA-PARTY:

In New York ein Erlebnis! Als wir gegen 17:30 Uhr am Central Park ankommen, gibt es bereits eine lange Schlange (die später noch viel, viel länger sein wird). Wir haben allerdings Glück: es geht schnell voran und nach etwa einer halben Stunde sind wir bereits am Pasta-Ziel. Unser Essensgutschein wird gegen eine Mütze vertauscht, die jetzt als Eintrittskarte getragen werden muss! Pasta gibt es in Mengen und mit unterschiedlichen Saucen, dazu Brot, Salat, Getränke, Obst und Eis - alles inklusive! Dank des schönen Wetters sitzen wir draußen an runden Tischen, die Bäume um uns herum umwickelt mit kleinen Lämpchen und verziert mit Lampions.



RBB-LAUFBEWEGUNG:

Wir beschließen als große Gruppe zu starten und ein Großteil der LäuferInnen will auch bei der Gruppe bleiben, um zusammen in etwa 5 Stunden den Marathon zu bewältigen. Vorneweg läuft unser "Fahnenträger", dessen Berlin-Fahne beim Lauf für viel Beifall und "Go Berlin"-Anfeuerung sorgen wird. Vorne laufen einige Tempo- bzw. Bremsläufer, hinten Betreuer, die die bei Trink- oder Pinkelpausen Zurückgeblieben wieder an die Gruppe heranführen. Diese Betreuer tragen scheußlich orange, aber deutlich sichtbare Mützen der NY-Yankees, die manchmal zusätzlichen Applaus einbringen. Gary trägt einen riesigen Strauß mit Luftballons mit sich, die er tapfer bis ins Ziel bringt. Meine Ballons platzen nach etwa einem Drittel der Strecke (zum Glück).


STARTBEREICH:

Die Busse fahren recht früh, da alle über die Verrazano-Brücke fahren müssen, die zum Marathon gesperrt wird. Bei der Ankunft der Busse wird unsere Gruppe von Cheerleader begrüßt. Dank des schönen Wetters wird das Warten aber zur Frühstücksparty. Es gibt Kaffee, Tee, Getränke, Energieriegel, Bagels, Musik - und das unverzichtbare Schlange-Stehen vor den Dixies!



MARATHONSTART:

Es gibt eigentlich eine gut durchdachte Starteinteilung in drei verschiedene Farbblöcke, die wiederum je nach Bestzeit in 1000er-Bereichen unterteilt sind. Leider wird das kaum kontrolliert, so dass es ein heilloses Durcheinander gibt. Claus startet im vorderen Block des grünen Bereiches und erzählt später von völlig unsportlichem Gedrängel und Ellbogenstoßen, wie er es noch nie erlebt hätte. Da wir uns als RBB-Laufbewegungsgruppe bei unserer höchsten Startnummer eingereiht haben, sind wir von diesen Kämpfen aber nicht betroffen. Etwa 9 Minuten nach dem Startschuss überqueren wir mit Frank Sinatras "New York, New York" die Startlinie und laufen auf die Verrazano-Brücke einem unvergesslichen Marathonerlebnis entgegen.



DIE STRECKE:

Sehr anspruchsvolle Strecke durch 5 Stadtteile, bergauf und bergab gehend (nicht nur bei den insgesamt fünf großen Brücken). Selbst am Ende im Central Park nochmals sehr hügelig anstrengend.

 



VERPFLEGUNG - OFFIZIELL:

Hervorragende Versorgung mit Wasser an ganz vielen Stationen. An vielen Stellen auch Elektrolytgetränke. Leider keine Bananen (außer für die schnellen LäuferInnen), erst sehr spät in Manhattan einmal Powergel. Für die RBB-Laufbewegungsgruppe gehen wir Betreuer zweimal im Supermarkt Bananen einkaufen!


VERPFLEGUNG - ZUSCHAUER:

Diese Verpflegung ist liebevoll und stellenweise sehr kurios: Orangenschnitze, ganze ungeschälte Apfelsinen, Karamellbonbons, Kaugummi, Möhren, Haushaltstücher zum Abwischen des Schweißes, ... Aber immer nett und anfeuernd!





MARATHON: BROOKLYN:

Wie ein Lauf durch eine lange Reihe von Kleinstädten. Schon hier sind die Straßen dicht gesäumt mit ZuschauerInnen, grandiose Stimmung, Anfeuerung, Klatschen, Musik ... Es läuft einem kalt den Rücken runter!



MARATHON: JUDENVIERTEL:

Wie ein Sprung in die Vergangenheit eines Westernfilms: altmodisch gekleidete Kinder an der Strecke, die selbst die gereichten Bonbons ignorieren und fallen lassen.



MARATHON: MANHATTAN:

Von der (anstrengenden) Brücke kommend werden wir von einer riesigen und johlenden Menge begeistert begrüßt. Anfeuerung und Klatschen, wie es besser nicht geht! Auch später auf der First Avenue Anfeuerung und Begeisterung pur (auch für 5 Stunden-LäuferInnen)! Laufen wird zur Ekstase!


MARATHON: HARLEM:

Etwas weniger ZuschauerInnen, aber Bands mit klasse "schwarzer" Musik!



MARATHON: CENTRAL PARK:

Endlich da! Denkste! Es geht noch ein recht langes, anstrengendes Stück dem Ziel entgegen.



ZIEL:

Kurz vor dem Ziel noch ein heftiger Anstieg, den wir (uns an den Händen haltend) bezwingen. Mit einer "La Ola" laufen wir ins Ziel, von der Sprecherin begrüßt: "I don't know what it means but welcome to the RBB group".
Auf dem Weg weitergehend werden wir auch vom RBB-Fernsehteam empfangen, danach gibt es Alu-Decken, Wasser, Elektrolytgetränke, eine Essenstüte und natürlich die wohlverdiente, schöne Medaille.
Sehr gut durchdacht auch, dass immer wieder mitten auf dem Weg HelferInnen stehen, die die LäuferInnen beglückwünschen und für Fragen zur Verfügung stehen. Sie achten aber auch gleichzeitig darauf, ob es jemand schlecht geht und schnell Hilfe braucht!
Die Gepäckwagen stehen nach Farben und Nummer geordnet vor uns (übrigens in "Strawberry Fields", in denen John Lennon angeblich gerne spazieren ging), wo man die gut einsortierten Beutel schnell erhält. Leider sind die U-Bahnhöfe so voll, dass wir uns entscheiden zum Hotel zu gehen, was aber wegen der vielen Menschen auf dem Broadway (fast) noch einmal zu einem Marathon wird.



AFTER RACE PARTY:

Abends im "Copacabana" erst Siegerehrung und dann auf zwei Etagen Abtanzen (statt Auslaufen :-) !) mit DJ und/oder Band bis spät in die Nacht. Klasse Musik und beste Stimmung. Unverwüstlich mit mir dabei: Gary!


ERGEBNISSE:

Alle RBB-Laufbewegten erreichen das Ziel (obwohl niemand durch den Gruppenlauf sein eigenes Tempo laufen konnte (große Gratulation!!)). Claus läuft als unser Schnellster eine super Zeit unter 3:06 und wird in der M55 Siebter!! Gary finished knapp vor Michael (aber nur dank der vielen Helium-gefüllten Luftballons als Gehhilfe :-) ). Auch unsere Walkerin, die alleine unterwegs ist, meistert bravourös den Marathon. Leider gibt es später bei unserem Nachtreffen einen Schwächeanfall.

Und unglaublich aber wahr: am nächsten Morgen gehen alle (bis auf den Erkrankten) "rund", niemand humpelt oder geht komisch!


FAZIT:

Ein wunderschönes Erlebnis. Schön, dass ich dabei war und danke an alle, die dabei waren: ihr wart super!



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