TWO OCEANS (ULTRA-) MARATHON
11.4.2009
 

 


STARTNUMMERNAUSGABE:
 

 
Startnummernausgabe
mit kleiner Marathonmesse



 

FRÜHSTÜCKS/FREUNDSCHAFTSLAUF:
 

 

 

Kleiner Lauf durch Kapstadt von der Messe zum Hafen
 

 

 

START:

Aufstehen um 3:35 Uhr. Das Taxi holt uns um 4:45 Uhr am Hotel ab. Dank eines Tipps eines Two Oceans Helfers
verwenden wir eine andere Autobahnabfahrt und umfahren so den Stau. Im Startbereich sind schon viele
unterwegs, aber es gibt nirgends Gedränge. Temperatur: um die 17 Grad.

 
Start zum 56km-Lauf um 6:25. Für mich aus Startblock C. Da es keine Nettozeiten gibt, wird
mich diese kleine Startverzögerung am Ende die Sainsbury-Medaille kosten ;-)

 

 

UNTERWEGS:

Ich beginne verhalten, und da ich bald keine Kilometerschilder mehr sehe, laufe ich ein "Wohlfühltempo".
Wir laufen aus Kapstadt hinaus in den Morgen mit Mond und rot beleuchteten Bergen.

 

 

 

Es bleibt leicht bewölkt, so dass die Temperaturen nicht allzu sehr ansteigen. In Richtung Meer
wird es windiger, und es geht über Muizenberg, Kalk und Fish Hoek Bay am Ozean entlang.
Den ersten Anstieg gibt es dann in Fish Hoek, ein erster kleiner (aber noch harmloser) Bergtest :-) .

 

 

 

Die Verpflegung ist super: alle Kilometer gibt es entweder Wasser, Powerade (ählich wie
Gatorade) oder beides. Dazu auch immer wieder Bananen, später auch Kartoffeln (sehr gut!!),
Schokolade, Eis am Stil, ... Die Getränke sind übrigens in kleinen Plastikbeutel, die man mit den Zähnen aufreißt.

 

 

 

Kilometer 28: Der landschaftlich wunderschöne Anstieg zum Chapman's Peak beginnt. Eine zum Teil
in Fels gehauene, steile Straße mit Ausblicken auf Klippen, Buchten, Strände, ... Traumhaft
zum Schauen, anstrengend zu laufen. Ich selber komme aber gut voran.

 

 

 
 

 

 

Kilometer 34: Der höchste Punkt ist erreicht. Jetzt geht es steil bergab, auch
nicht weniger anstrengend! Aber die Ausblicke auf die Hout Bay entlohnen!!


Kilometer 40: Jetzt werden meine Beine schwer. Kurz danach ist die normale Marathondistanz geschafft,
aber heute geht es ja noch um einiges weiter!

 

 

 

Bis Kilometer 45: Noch einmal ein langer, noch steilerer Anstieg zum Constantin Peak!
Ich bin in meinem Tempobereich nahezu der Einzige, der noch läuft.

 

 

 

Danach geht es wieder steil bergab. Die Strecke bleibt dann nur noch leicht wellig verlaufend
relativ eben. Erst nach km 50 merke ich zum ersten Mal, dass ich viel schneller bin als gedacht
und dass ich die Sub-5 wohl nur knapp verpassen werde. Ich beschleunige noch einmal deutlich,
muss aber dann doch akzeptieren, dass ich die Sainsbury-Medaille nicht mehr schaffe. Aber egal!!
Einen gemeinen, letzten Anstieg gibt es noch, dann hat man den Zielbereich in Sicht. Dort geht
es aber noch einmal eine nicht enden wollende Strecke über das Rugby-Feld der
Universität vom Kapstadt, bis das Ziel erreicht ist. Hier wird man von einer gigantisch
anfeuernden, lauten Zuschauermenge frenetisch begrüßt


ZIEL:
 

 

 

5:01:11 bedeuten eine Bronze-Medaille und das Ende eines wunderschönen Laufes,
vielleicht sogar meines schönsten Landschaftslaufes.


ZIELBEREICH:

Im Ziel dann Cola und später Brot und Suppe im Verpflegungszelt, sowie Getränke und Kuchen aller Art
im Zelt für die internationalen TeilnehmerInnen.

 

 

 

Ziemlich brutal dann das Ende des Two Ocean Marathons. Gnadenlos wird am Ende rückwärts gezählt und
nach 7 Stunden (brutto) ist alles auf die Sekunde genau vorbei. Wer diesen Zeitpunkt auch nur um eine Sekunde
verpasst, hat nicht gefinshed und bekommt weder Urkunde noch Medaille. Die Gesichter dieser
enttäuschten LäuferInnen werde ich so schnell auch nicht mehr vergessen.

 


 
Weitere Ergebnisse unserer kleinen Gruppe:
Karsten: 4:51:08 - Sainsbury
(fotografierend und genießend)
Ursula: 5:04:24 - Bronze
(inklusive Tests von Bahnhofklos)
Uta: 6:08:14 - Blaue Medaille




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